Der Stift machts…

Ich bin schon geraume Zeit auf der Suche nach einem Stift, neudeutsch Stylus, mit dem ich auf meinem iPad handschriftlich Notizen festhalten kann und der sich beim Schreiben wie ein Kugelschreiber  anfühlen sollte und nicht wie ein Flipchartmarker von Edding. Die Stifte die ich bisher ausprobiert habe, hatten allesamt eine relativ dicke „Spitze“ aus Silikon, mit der sich zwar rudimentär schreiben lies, aber vom Schreibgefühl eines Kugelschreibers ungefähr so weit entfernt waren, wie ich von einer Besteigung der Eiger-Nordwand ;). Auf Grund der groben Gummispitze ist es kaum möglich, diese Form von Stylus halbwegs genau zu positionieren, was dazu führte, dass ich die Buchstaben recht groß schreiben musste, damit ich auch noch einen Tag später entziffern konnte, was ich in der Eile so dahingekritzelt hatte. Das Ergebnis war, dass ich diese Stifte nach ein paar Versuchen wieder in die Tasche verbannte und dann doch lieber zu Block und Kuli gegriffen habe.

Irgendwo las ich dann dieser Tage einen Artikel über einen Stylus, der sich hervorragend zum schreiben eignen soll, dem „Jot Pro Stylus“ von Adonit. Nachdem ich dann einige Rezensionen über das gute Stück gelesen hatte, wurde das gute Stück bei Amazon bestellt. Heute kam er endlich nach mehreren Tagen Wartezeit an, es gibt also tatsächlich diese Fälle, wo Amazon Prime auch mal nicht funktioniert ;). Mein erster Eindruck nach dem Auspacken machte die Warterei aber gleich wieder wett: Optisch ist der Stift schon mal ein wirklich schmuckes Teil…

Jot_Pro_Damp_Red_45

Auch meine ersten Gehversuche mit dem Stift kann ich nur als positiv bezeichnen. Das Schreibgefühl kommt dem eines Kugelschreibers schon recht nahe und auch die Größe der Buchstaben entspricht ungefähr dem, was ich auf einem Block so dahinkritzel. Möglich wird dies durch die besondere Art der Spitze…

Jot_Pro_Damp_Red_Flat_Spitze

Man braucht, um auf einem kapazitiven Bildschirm schreiben zu können, offensichtlich schon eine gewisse Auflagefläche, damit der Bildschirm die Berührungen auch wahrnimmt und verarbeiten kann. Adonit löst dieses Problem mit einem beweglichen und durchsichtigen Kunststoffplättchen, welches an einem recht filigranen Kugelgelenk aufgehängt ist. Dadurch verkleinert sich optisch die Spitze enorm, was einer normalen Schreibe sehr entgegenkommt. Allerdings ist durch diese Technik der Winkel, den der Stift beim schreiben zur Bildschirmoberfläche haben darf begrenzt und darf nicht wesentlich größer als 45° werden. Darüber hinaus geht der Kontakt zur Schreibfläche verloren, was einem flotten Schreibstil sicher nicht entgegen kommt. Meine Schreibtechnik beeinflusst es allerdings nicht, einige Rezensenten haben sich aber daran gestört.

Auch wurde in den Rezensionen von Kratzern auf der Displayfläche durch den Stylus berichtet, was ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen kann. Vielleicht werden diese Kratzer ja durch Staubkörnchen verursacht… Um dem vorzubeugen kann man ja das Display und die Stiftspitze kurz abwischen, bevor man mit dem Schreiben beginnt.

Mein erster Eindruck von dem Stift ist also durchaus positiv und ich habe das Gefühl, dass die paar Euro Mehrkosten zu einem Standardstylus gut angelegt sind, zumindest wenn das Hauptaugenmerk auf handschriftlichen Notizen liegt. Für den Fall, dass ich meine Meinung doch noch ändern muss, sei es, weil wider Erwarten doch Kratzer entstehen oder die filigrane Spitze nicht das hält, was der Hersteller verspricht, werde ich natürlich umgehend dazu ein Update liefern.

In diesem Sinne…

-twi-

Veröffentlicht von

Extrem-Gadgeteer, Netaholic, Musik- und Serienjunkie, Politik(er)verdrossener, Genussmensch und bekennender Fleischfresser ;)

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Das sieht ja gut aus das Teil. Und wie du das beschreibst, scheint das ja auch zu funktionieren. Schön wäre es, in der Zukunft noch was zu lesen dazu, mit welchen Apps du den Stift benutzt und wie das mit Handschriftenerkennung aus sieht. Mal du mal Lust hast…

    Gruß
    Georg