Beim Stöbern im Web bin ich gerade auf eine sehr interessante Reportage zum Thema Atkins Diät gestossen, auf Grund der Größenbeschränkung bei Youtube als Stream in 3 Teilen oder als Download im AVI Format. Viel Spaß damit ;).
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Atkins Tagebuch – Phase1 – Tag 3
Als um 5:45 Uhr der Wecker klingelte hatte ich eine recht bescheidenen Nacht hinter mir. Ich habe nur sehr wenig geschlafen, kann aber nicht wirklich sagen, ob das mit der Diät im Zusammenhang steht. Allerdings stand ich einmal kurz vor einem Wadenkrampf, was wahrscheinlich auf fehlende Mineralien zurückzuführen ist. Da ich mich in letzter Zeit eh nicht besonders gesund, also vitamin- und mineralreich ernährt habe, dürften meine Depots recht leer sein und die Ernährung nach Atkins in der Stufe 1 trägt nicht gerade dazu bei, die Depots wieder zu füllen. Folglich habe ich mich heute nach einem Ergänzungspräparat umgesehen, was mir in den nächsten 2 – 3 Wochen die erforderlichen Mineralien wie z.B. Kalzium und Magnesium liefert und bin auch recht schnell fündig geworden.
So bescheiden die Nacht war, die Waage hatte Gnade mit meinem geschundenen Geist und zeigte erfreuliche 126,2 Kilogramm :).
Die Vorbereitungen meines Essens für den Tag nahm dann etwas Zeit in Anspruch, aber es soll ja schließlich lecker sein und mich sicher über den Tag bringen.
Frühstück 9:00 Uhr
125 Gramm Thunfisch als Salat (reichlich Majonaise)
3 Tomaten
2 kleine Frikadellen
2 gekochte Eier mit RemouladeDas Frühstück hat gut satt gemacht und auch recht lange vorgehalten, eigentlich hätte ich mit dem Mittagessen noch locker 1/2 Stunde warten können. Allerdings kann man sich das auf der Arbeit nicht immer so aussuchen ;).
Mittagessen 13:30 Uhr
1/2 Hähnchen
1 gekochtes Ei mit RemouladeDas Mittagessen war nicht wirklich dauerhaft sättigend, so das sich gegen 15:00 Uhr schleichend ein Hungergefühl einstellte. Um solche Phasen zu überbrücken hatte ich mir, dem Tipp meiner Arbeitskollegen folgend, Wurst- und Käsestückchen für den kleinen Hunger zwischendurch eingepackt, die dann auch hervorragend gegen Selbigen geholfen haben. So konnte ich mich erfolgreich von Eis und Salzstangen aus dem Kiosk fernhalten ;).
Abendessen 19:45 Uhr
100 Gramm Kochschinken, kross angebraten
6 Stangen (ca. 100 Gramm) Spargel aus dem Glas, in guter Butter gebräunt
2 große Champignons ebenfalls in guter Butter gebräunt
2 Spiegeleier
3 kleine Frikadellen
1 großes Glas Pepsi lightPuh, gut satt, aber nicht übermäßig voll. So soll es sein ;)
Sonstiges:
2 Pfefferbeisser, in kleine Stückchen geschnitten
ca 70 Gramm Gouda, in Würfel geschnitten
2 kleine Frikadellen
ca 2,5 LIter Wasser/MineralwasserAls Fazit für den heutigen Tag kann ich nur sagen, daß es deutlich einfacher ist, sich zu Hause an einen Diätplan zu halten, als wenn man auf der Arbeit ist. Aber leider will das Geld fürs Essen vorher auch verdient sein :). Ich werde nun noch ein wenig in meinem Buch zu Atkins weiterlesen und ein paar Rezepten hinterhersurfen. Dann werde ich mich aufs Ohr hauen und hoffe, daß ich nächste Nacht besser schlafe und ein wenig vom versäumten Schlaf nachholen kann.
Man liest sich :)
-twi-
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Atkins Tagebuch – Phase 1 – Tag 2
Heute Morgen, gegen 10:00 Uhr wachte ich auf, nachdem ich eine etwas unruhige Nacht hinter mich gebracht hatte. Ich musste mehrfach raus aus dem Bett, was offensichtlich dem hohen Flüssigkeitskonsum vom Vortag geschuldet war. Der Gang auf die Waage offenbarte 128,1 Kilogramm, also gut ein halbes Kilo weniger als gestern. Ich bin mir schon im Klaren, daß dies noch nicht viel heißen muss, allerdings habe ich bei dem, was ich gestern so alles gegessen habe, nicht ernsthaft damit gerechnet. Ansonsten fühlte ich mich fit, aber hungrig, was mich sogleich in die Küche trieb um mir ein angemessenes Frühstück zu bereiten ;).
Das Frühstück, ca. 10:30 Uhr
100 Gramm Frühstücksspeck, ich guter Butter kross gebraten
3 Spiegeleier
2 große, in einem Esslöffel Olivenöl kurzgebratene Champignons
1 Schale (ca. 150 Gramm) Thunfischsalat (reichlich Mayonaise, Pfeffer, Salz)
ca. 80 Gramm Gouda gewürfelt
1 gr0ßer Becher Kaffee mit einem Schuss Schlagsahne und SüßstoffSehr lecker, sehr sättigend, sehr zufriedener Winnie ;).
Das MittagessenFiel aus, wegen „Kein Hunger“
Das Abendbrot, ca. 20:15 Uhr150 Gramm Forellenfilet
150 Gramm Feldsalat
3 kleine Tomaten
reichlich Dressing aus Sonnenblumenöl, Essig, Mayonaise, Salz, Pfeffer
125 Gramm Mozarella, Vollfettstufe 45%
1 Pfefferbeißer
3 kleine Frikadellen
Sonstiges:Keine Zwischenmahlzeit heute :)
ca. 2 Liter Mineralwasser über den Tag verteiltZum Tage:
Der Tag verlief super, ich hatte zu keiner Zeit Hunger oder Verlangen nach „Verbotenem“. Der Hunger kam erst, als ich mir aus dem gestern gekauften Hackfleisch Frikadellen auf Vorrat gebraten habe. Diese bestehen, im Gegensatz zu denen vom Metzger, aus 100% reinem Fleisch, gepaart mit Eiern, Zwiebeln, Knoblauch und gekörnter Brühe als Würzmittel.
Rezept für 20 kleine Frikadellen:
1 Kilogramm Mett halb und halb
2 kleine Zwiebeln
2 große Knoblauchzehen
3 ganze Eier
3 gehäufte Esslöffel gekörnte Brühe, Pfeffer
Viel gutes Öl in der Pfanne zum Braten ;)Im Nachhinein hätte es etwas mehr Würze sein dürfen, hinterher ist man immer schlauer ;). Auch sind die Dinger, bedingt durch den Mangel von auflockerndem Brot/Paniermehl etwas fester als gewohnt. Ich werde mal beizeiten nachforschen, was man evtl. als Brot-/Paniermehl-Ersatz nehmen kann.
Morgen dürfte es etwas komplizierter werden, da ich natürlich arbeiten muss und diversen Verlockungen, die der eingebaute Kiosk so bietet, widerstehen muss. Allerdings werden mich ein gegrilltes Hähnchenbein, Käsewürfel, gekochte Eier, ein paar Frikadellchen sowie ein oder zwei Pfefferbeißer sicher gut durch den Tag bringen ;).
-twi-
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Atkins Tagebuch – Phase 1 – Tag 1
Ich habe mich, nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, mich nun doch entschlossen, mein Diät-Tagebuch öffentlich zu führen. Zum einen sorgt das bei mir für eine gewisse Motivation, schließlich könnte ja jemand mitlesen, zum anderen gibt es eigentlich nichts zu verstecken, was nicht sowieso jeder in meinem Umfeld sehen könnte. Jene bereits am Ende meiner Einleitung erwähnten Zeitgenossen gehen mir, bei näherer Betrachtung, buchstäblich am Ar*** vorbei ;).
Nun denn, möge der Seelenstriptease beginnen ;)
Fangen wir mit dem Unangenehmen an, das Gewicht. Der Blick auf die Waage heute Morgen verheisst nichts gutes. Der Vorteil an der Sache ist, schließlich soll man ja positiv denkend durchs Leben gehen, hier gibt es eine Menge Potential, was das Thema Gewichtsreduzierung angeht ;).
Nun denn, die (fast) nackte Wahrheit lautet 128,5 Kilogramm, was bei einer geschätzten Größe von 172 Zentimetern gewissermaßen einen Hauch über meinem erlaubten BMI liegen dürfte ;). Nun denn, es ist Zeit was zu ändern, was nun folgt ist ein Abriss meines ersten Tages mit Atkins.
Die Atkins Diät gliedert sich in 4 Phasen:
Phase 1 – Einleitungsdiät
Phase 2 – Grundlegende Reduktionsdiät
Phase 3 – Vor-Erhaltungsdiät
Phase 4 – Lebenslange ErhaltungsdiätErgo beginne ich heute mit Phase 1. Hier sollten 14 Tage lang nur bis zu 20 g Kohlenhydrate täglich gegessen werden. Fleisch bietet laut Atkins neben Eiern die optimale Kombination an Aminosäuren. Auch Soja-Produkte können verwendet werden. Die erlaubte Kohlenhydratmenge sollte als Salat und Gemüse aufgenommen werden, um Verstopfungen zu vermeiden. Brot ist verboten.
Das Frühstück gegen 10:30 Uhr:
3 hartgekochte Eier mit Salz und Majonaise
1 Frikadelle vom Metzger meiner Wahl
ca. 80 Gramm Gouda in Würfeln sowie
1 Pfefferbeisser, ebenfalls vom Metzger meiner Wahl, reines Mett, lecker gewürztBeim Verzehr der ach so geschätzten Frikadelle musste ich bedauerlicherweise feststellen, daß sich der Herr Fleischermeister ein Teil des guten Geschmacks über einen nicht zu übersehenden Anteil von Paniermehl erschlichen hat. Macht die Frikadelle zwar lecker, passt aber so gar nicht in mein Konzept, da Paniermehl zu den wirklich gaaaanz bösen Kohlenhydraten gehört und somit Gift für mein zu erreichendes Ziel ist ;). Da hilft nur selbermachen, also ist Gehacktes der erste Eintrag auf meinem heutigen Einkaufszettel.
Der Einkaufszettel für die ersten Tage:
1 Kilo Gehacktes halb und halb
Grüne Salate, Feld und Blattsalat
1 Schale frische Champignons
frische Paprikaschoten
Tomaten
Spargel im Glas
Kochschinken
Fisch (Räucherlachs, Forellenfilet, Makrelenfilet etc.)
Schlagsahne
Gouda
20 Eier
Sonnenblumenöl
Essig
MajonaiseSieht nun nicht grad nach Diät aus, oder? Ist es aber, wenn man Atkis glauben darf.
Zum Mittag habe ich mir dann noch ein ganzes Grillhähnchen mitgebracht, von dem ich aber nur die Hälfte geschafft habe. Hmm, seltsam, ein ganzer Gockel war noch nie ein Problem, aber offensichtlich wirkte die Sättigung des „seltsamen“ Frühstücks noch nach.
Ergo das Mittagessengegen 14:00 Uhr:
1/2 Hähnchen
Kollege Hunger fand sich so gegen 19:30 Uhr wieder ein, ziemlich genau zur richtigen Zeit, denn Atkins besagt, entweder 5 kleine oder 3 große Mahlzeiten am Tag über selbigen verteilt aber nicht mehr als 6 Stunden auseinander.
Das Abendessen gegen 20:00 Uhr:
ca 150 Gramm Feldsalat
1 rote Paprikaschote
3 kleine Tomaten
reichlich Dressing aus Olivenöl, Krauteressig und einer Zwiebel
ca. 80 gramm gewürfelter Gouda
ca. 200 Gramm geräuchertes Makrelenfilet
125 Gramm Mozarella, Vollfettstufe 45%Sonstiges:
1 Pfefferbeißer irgendwann zwischendurch, weniger aus Hunger, eher aus Appetit
ca 3 Liter Mineralwasser
2 große Gläser Pepsi lightWie war mein erster Atkins Tag?
Wenn ich rückwirkend betrachte, was ich heute gegessen habe, bin ich wahrhaftig gespannt, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, habe ich mich trotzdem recht gut an die Regeln dieser Diät gehalten. So blöd sich das jetzt anhören mag, ich glaube, das ich es mit dem Grünzeug übertrieben habe, denn Grünzeug enthält auch Kohlenhydrate und die soll man in Phase 1 meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Um meinen Bedarf an Ballaststoffen und Vitaminen zu decken, hätte die Hälfte des Grünzeugs dicke gereicht. Zusammenfassend kann ich sagen, das ich eigentlich zu keiner Zeit Hunger gehabt habe, das Essen hat mir geschmeckt und ich hatte nicht das Gefühl, das mir was fehlt.
-twi-
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Atkins Tagebuch – Einleitung
Angeregt durch ein paar Arbeitskollegen und deren Erfolge mit einer Diät, welche von Robert Atkins erfunden wurde, habe ich mich heute entschlossen, mich die nächsten Wochen einmal mehr zu kasteien, um in relativ naher Zukunft endlich wieder ein halbwegs vertretbares Gewicht zu erreichen. Dummerweise bin ich genau an dieser „Kasteiung“ bisher immer wieder gescheitert. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es für mich quasi unmöglich, den ganzen Tag ständig von einem Hungergefühl heimgesucht zu werden, ohne früher oder später einer Fressattacke anheim zu fallen. Das Risiko steigt bei mir dabei ziemlich genau in dem Maße, wie der Erfolg bei der Gewichtsreduktion abnimmt. Irgendwie sagt mir mein Kopf:
Hey Mann, wofür quälst du dich eigentlich hier wenn es doch sowieso nichts bringt? Warum schiebst du den ganzen Tag Kohldampf und bewegst dich beim Gewicht kein Gramm mehr nach unten? Im Gegenteil, der kleinste Fehltritt und der Gang zur Waage endet in einer Sinnkrise.
Ob dieser Tatsachen habe ich bereits vor geraumer Zeit angefangen, mir Gedanken zu machen, warum ich eigentlich „so schwach“ bin. Die zentrale Frage muss also lauten:
Wieso schaffen Andere das und wieso bin ich so eine Lusche?
Im Laufe der Zeit habe ich nicht zuletzt deshalb angefangen, mein Umfeld genauer zu betrachten, insbesondere die „Dicken“ und deren Umgang mit ihrem Gewicht. Ich habe mir diverse Meinungen und die unterschiedlichsten Tipps und Rezepte angehört, wie man dem Übergewicht entgegenwirken kann. Unter Anderem habe ich mich, anfangs sogar sehr erfolgreich, nach „Weight Watchers“ bekehren lassen. Weiterhin habe ich beobachtet, wie und vor allem wie lange es diese Menschen geschafft haben, sich an ihre Vorgaben zu halten und nicht zuletzt, wie lange es gedauert hat, bis sie wieder quasi am Anfang standen oder gar mehr als vorher auf den Rippen hatten. Alles in allem war das Ergebnis in letzter Instanz recht befriedigend schon deshalb, weil die Antwort eigentlich so einfach ist:
Die Anderen schaffen es auch nicht!
Das ist natürlich ziemlich pauschal und stimmt auch sicher nicht in allen Fällen. Tatsache aber ist, daß der überwiegende Teil meiner Familienmitglieder, Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen es eben auch NICHT geschafft haben, eine AUF DAUER hilfreiche und vor allem funktionierende Ernährungsweise zu finden, mit der sie im Alltag gut zurecht kommen können. Momentan fällt mir ganz genau EINER ein, der es geschafft hat, von einem enormen Übergewicht auf sein Idealgewicht zu kommen und der sich da tatsächlich schon seit fast 2 Jahren hält. Jene, die meinen, sie wären bei 5 Kilo Übergewicht schon viel zu fett und sich dann ja super-toll finden, weil sie es geschafft haben sich von dieser „enormen Fettleibigkeit“ wieder auf Normalgewicht zu zwingen, lasse ich mal bewusst außen vor. Aus meiner Sicht haben diese Mitmenschen nicht die leiseste Ahnung, von was ich hier schreibe und was es bedeutet, mehr Übergewicht zu haben, als sie mitunter selbst an Gesamtgewicht auf die Waage bringen.
Aber was in aller Welt lässt jemanden wie mich denn nun immer wieder scheitern?
Aus meiner Sicht ist die Antwort nicht so schwer, als Beispiel möchte ich meine persönlichen Erfahrungen mit Weight Watchers (im folgenden WW genannt) heranziehen, welches ja bekanntermaßen nicht auf dem Zählen von Kalorien beruht, sondern auf einem Punktesystem. Eigentlich ist es ja ganz einfach:
Nachdem man sich entschlossen hat, sich nach diesem Punktesystem zu ernähren, die dafür notwendige Anmeldung durchgeführt und seine Geldbörse um rund 60 Euro erleichtert hat, bekommt man Zugriff auf die Webseiten von WW und somit Zugriff unter anderem auf den Punkterechner, die Foren und eine riesige Rezeptesammlung. Alternativ kann man auch an Treffen mit Gleichgesinnten teilnehmen, die nahezu in jeder Stadt abgehalten werden und 2-3 mal die Woche stattfinden. Ich habe das jedoch aus Zeit- und nicht zuletzt aus Kostengründen nicht wahrgenommen, denn diese Treffen kosten extra.
Man beginnt also damit, sein Startgewicht einzugeben, gefolgt von seinem Wunschgewicht, welches man auf Anraten des Programms nicht zu enthusiastisch wählen sollte, damit es a: als Ziel erreichbar bleibt und b: man es später als neues Ziel nach unten korrigieren kann. Anhand des Startgewichtes wird nun die Punktzahl ausgerechnet, die man im ersten Schritt täglich an Nahrung verbraten kann. Diese Punktzahl reduziert sich natürlich im Laufe der Zeit, basierend darauf, wie viel man schon abgenommen hat. Weniger Kilos brauchen natürlich auch weniger Brennstoff.
Da es sich bei WW im Grundsatz um eine fett-reduzierende Diät handelt, landet man ziemlich schnell bei wenig Fleisch/Fisch und viel Gemüse, natürlich alles fettfrei zubereitet, sowie jeder Menge fettarmer Nahrungsmittel, die eine hervorragend darauf abgestimmte Industrie zu natürlich ebenso hervorragend darauf abgestimmten Preisen feilbietet.
Um seine Punkte also nicht zu überschreiten, und trotzdem halbwegs dauerhaft satt zu werden, fängt man also an, diese ganze teure Zeug zu kaufen. Käse ohne Fett, Wurst ohne Fett, Quark ohne Fett, Milch ohne Fett, Joghurt ohne Fett, alles ohne Fett, Hauptsache light, light und nochmal light. Da zu diesem Zeitpunkt die Motivation noch recht hoch ist, sieht man erst einmal darüber hinweg, das einem die wenigsten Produkte tatsächlich schmecken und sich langsam aber sicher eine gewisse Eintönigkeit breit macht, bedingt dadurch, das man natürlich nach und nach nur die Dinge kauft, die einem zumindest noch einen Hauch von Genuss versprechen.
Das geht solange gut, wie die Waage noch akzeptable Ergebnisse zeigt. Dummerweise bleiben diese aber nach geraumer Zeit aus, sprich man isst wenig von dem, was einem eigentlich noch nicht einmal sonderlich gut schmeckt, hangelt sich so von einer Mahlzeit zur nächsten und hat eigentlich ständig Hunger. Macht man dann noch den Fehler, „sich mal ausnahmsweise was zu gönnen“, hat man verloren und am nächsten Tag bestraft einen die Waage unbarmherzig, wie Maschinen nun mal so sind ;).
Man muss schon ein echter Fachmann im Bereich Selbstmotivation sein, um das auf Dauer zu überstehen. Ist man das nicht und gibt man denn irgendwann zwangsläufig genervt auf, findet man schneller zu seinem ursprünglichen Gewicht zurück, als man die Übergrößen aus dem Keller zurück in den Kleiderschrank geräumt hat.Lange Rede kurzer Sinn, positiv zu werten ist, das der Punkterechner von WW letztendlich dafür sorgt, das man sich mal differenziert damit auseinander setzt, was man denn so überhaupt isst. Damit endet für mich allerdings auch schon der positive Aspekt von WW. Eine Ernährungphilosophie, die mich mein Leben lang zwingt Dinge zu essen, die ich nicht mag, dazu in Mengen, die für mich nicht ausreichend sind und mich für jeden noch so kleinen Fehltritt bestraft und um Tage, bzw. Wochen zurückwirft, ist für mich schlicht und ergreifend nicht geeignet
Was bringt mich nun auf Atkins?
Um diese Frage zu beantworten muss man wissen, was Atkins eigentlich ist. Ich zitiere mal die ersten Sätze aus Wikipedia:
Die Atkins-Diät, benannt nach ihrem Erfinder Robert Atkins, ist eine Diät nach dem Low-Carb-Prinzip. Sie reduziert die Aufnahme von Kohlenhydraten am Anfang drastisch und nutzt Fett sowie Protein als Hauptenergieträger. Dieser Ansatz soll nach Ansicht der Anhänger der Atkins-Diät den Körper dazu zwingen, Fett zur Energiegewinnung in Keton-Körper zu verwandeln.
Das steht natürlich im krassen Gegensatz zu vielem, was man bisher über Diäten gelesen hat, was auch dazu führt, das die Diskussionen über Atkins sehr kontrovers geführt werden. Die Anhänger dieser Diät sind, wie nicht anders zu erwarten, total begeistert, während die Gegner nicht müde werden, darüber zu lamentieren, wie gesundheitsschädlich diese Art der Gewichtsreduzierung doch tatsächlich sei. Ich habe nun bereits gut eine Woche damit verbracht, mir eine eigene Meinung zu bilden. Ich hab viel im Internet recherchiert, habe mir Bücher zum Thema beschafft und habe mit meinem Arzt darüber gesprochen. Wider Erwarten hat dieser mir nicht davon abgeraten, sondern mir gesagt, daß auch er sich seit geraumer Zeit kohlenhydratarm ernährt und gute Erfahrungen damit gemacht hat. Allerdings hat er mich auch darauf hingewiesen, tunlichst genau darauf zu achten, bei aller Kohlenhydratzählerei nicht aus dem Auge zu verlieren, daß der Körper Mineralien und Vitamine braucht und somit ungern auf diese verzichten möchte. Alles in allem habe ich das aber auch schon bereits mehrfach gelesen und glaube nun zu wissen, worauf ich mich einlasse.
Zurück zur eigentlichen Frage, warum ich glaube, daß Atkins das Richtige für mich ist.
Ganz pauschal gesagt:
Bei Atkins kann ich all das mit ruhigem Gewissen essen, was ICH mag, zubereitet wie es MIR schmeckt. Im Gegenzug muss ich auf jene Dinge verzichten, die mir, ohnehin nicht wichtig sind. Die bereits erwähnte „Kasteiung“ bezieht sich in meinem Fall also nur auf wenige Ausnahmen, wie z.B. Eis oder Knabbereien wie Kartoffelchips oder Erdnusslocken. Auch Fastfood ist selbstverständlich tabu, aber ich denke das sich das alles in allem in überschaubaren Grenzen hält.
Als Belohnung erwartet mich viele Dinge, die ich wirklich gerne mag, wie z.B. Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Salat, Obst, Nüsse und Käse, wobei man auch bei der Zubereitung nicht auf Fette und Öle verzichten muss und auch beim z.B. Fleisch die eher saftigen, weil fetthaltigen Sorten, wählen kann. Alles in allem entspricht das viel mehr „Winnie´s Welt“, als die ganzen fettreduzierten Diäten, die bei mir allesamt nicht geholfen haben. Sie halfen mir schon deshalb nicht, weil Fette ein nicht zu unterschätzender Geschmacksträger sind und aus diesem Grund fettreduzierte Nahrungsmittel in der Regel nicht besonders gut munden. Um das zu kompensieren, werden diese sogenannten „Light“-Produkte mit künstliche Aromastoffen und Zucker oder ähnlichen Kohlenhydratbomben versetzt, damit sie überhaupt nach irgend etwas schmecken. Man hört oft, das dies alles nur eine Frage der Gewöhnung sei, bei manchen Menschen mag das auch durchaus zutreffen, bei mir funktioniert das allerdings auf Dauer nicht, weil ich ein Genussmensch bin und Essen für mich zuerst einmal ein Genuss ist und erst an zweiter Stelle der eigentlichen Ernährung dient.Also, neues Spiel, neues Glück.
Ich bin guter Dinge, das es diesmal funktionieren kann, da alles so viel anders als bei meinen bisherigen Versuchen ist. Es passt viel besser zu meiner persönlichen Vorstellung von Lebensqualität. Ich werde die nächsten Tage noch einiges zu lesen haben um an weitere wichtige Informationen zu gelangen, die mir helfen mein Ziel zu erreichen, ohne in diverse Fallen zu tappen, die u.U. zum Misserfolg führen oder gar meine Gesundheit beeinträchtigen. Außerdem werde ich, nicht zuletzt aus Gründen der Selbstkontrolle, so eine Art Tagebuch führen, in dem ich festhalte, was ich esse und trinke, was die Waage anzeigt und wie ich mich dabei fühle. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Ganze öffentlich mache, einerseits könnte das natürlich eine nicht unbedeutende Motivation sein, was sich positiv auf den weiteren Verlauf auswirken kann. Andererseits ist damit zu rechnen, das es jene Zeitgenossen auf den Plan ruft, die nur darauf gewartet haben, sich an den Problemen ihrer Mitmenschen zu ergötzen um sich dann selbst durch diverse Spitzfindigkeiten und Besserwissereien in einem besseren Licht zu sehen. Ich werde mal eine Nacht darüber schlafen, um mir Klarheit zu verschaffen, ob ich dem gewachsen bin, bzw. gewachsen sein möchte.
In diesem Sinne, ab morgen geht´s los :)
-twi-
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