Bööööööse Falle oder wie ich versuchte meinen „gehackten“ Kindle zu aktualisieren…

 Seit ein paar Tagen kann man bei Amazon eine neue Firmware für den 99€-Kindle (im Volksmund auch „noTouch“ genannt) herunterladen. Das Update verspricht unter anderem kontrastreichere Schriften, eine Art Kindersicherung sowie eine Unterstützung den neuen Kindle-Formats 8 (KF8), welches einige neue Formatierungsmöglichkeiten speziell für Bücher mitbringen soll. Damit werden dann auch verschachtelte Tabellen, Initialen, nummerierte Listen, fixe Layouts,  Beschriftungen und SVG-Bilder (Scalable Vector Graphics) in E-Books realisierbar. Das Update eröffnet dem Kindle 4 außerdem die Möglichkeit, Comicbücher in „Panel View“ darzustellen. Dabei kann zwischen den einzelnen Comic-Panels umgeschaltet werden. Für Kinderbücher ist eine Funktion „Text Pop-Up“ inplemetiert worden, bisher ist mir aber noch nicht klar, was genau damit gemeint ist. E-Books, die diese Funktionen unterstützen, gibt es zur Zeit aber noch nicht, sollen aber im Laufe der nächsten Wochen im Kindle-Shop erhältlich sein.

 Da ich Updates persönlich ja sehr schätze, habe ich das Update natürlich gleich heruntergeladen, wie bei Amazon beschrieben auf meinen Kindle verfrachtet und gestartet. Während der Fortschrittsbalken Gestalt annahm dachte ich dann noch: „Hmm, ob sich das wohl mit Deinem Screensaver-Hack verträgt?“ und kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gebracht, rebootete der Kindle, begann mit dem Update Phase 2 und… fuhr das Update an die Wand. Ich sah noch kurz einen „Error U006“, dann rebootete der Kindle zum zweiten Mal und ich war wieder bei Version 4.01.

Gut“ dachte ich mir, „verträgt sich wohl nicht“, also begann ich damit, den Hack wieder rückgängig zu machen. Die Betonung liegt hier auf „BEGANN“, denn als ich mich nach kurzer Vorbereitung und voller Tatendrang per SSH an den Kindle anmelden wollte, musste ich feststellen, das alle mir bekannten Passwörter für die Anmeldung nicht mehr funktionierten.

 Offensichtlich werden bei dem Firmwareupdate in Phase 1 nicht nur Softwarepakete (zur späteren Installation in Phase 2) kopiert, sondern ganz nebenher auch die Passwörter des Benutzers „root“ modernisiert, entweder eine Folge der Kindersicherung oder einfach nur, um Leute wie mich, die an den Betriebsystemen ihrer Gadgets herumfummeln, zu ärgern. Das kann man  momentan eigentlich nur unter „Dumm gelaufen“ einordnen, der Zugriff auf das Betriebssystem meines Kindle bleibt mir vorerst versperrt. Immerhin funktioniert er noch einwandfrei, wenn ich auch nicht in den Genuss der aktuellsten Features komme. Da hilft nur am Ball zu bleiben, allzu lange wird es nicht dauern, bis jemand das Passwort herausbekommen oder eine andere Möglichkeit gefunden hat, wieder den vollen Zugriff auf den Kindle zu bekommen. Das ist schon eine Frage der „Hackerehre“, welche mir allerdings sicher nicht zuteil werden wird, dafür fehlt mir schlichtweg das Knowhow.

 Wenn es etwas Neues in dieser Sache gibt, werde ich meiner Freude darüber hier an dieser Stelle Ausdruck verleihen. Versprochen ;).

In diesem Sinne,

-twi-

Veröffentlicht von

Extrem-Gadgeteer, Netaholic, Musik- und Serienjunkie, Politik(er)verdrossener, Genussmensch und bekennender Fleischfresser ;)

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